Interview zwischen Sandra Koch-Michels und Niccy Schröder ( Zubehör für Hunde und Vitalberatung )

Interview zwischen Sandra Koch-Michels und Niccy Schröder

( Zubehör für Hunde und Vitalberatung )

Sandra Koch-Michels: Hallo Niccy.

Niccy: Hallo Sandra.

Sandra Koch-Michels: Wir haben Deine Produkte bei uns im Shop aufgenommen. Um diese den Kunden näher zu bringen, möchte ich Dir heute ein paar Fragen dazu stellen.

Niccy: Ja gerne. Vielen Dank dafür.

Sandra Koch-Michels: Welche Ernährungsformen gibt es denn im Moment überhaupt in der Tierwelt?

Niccy: Also um uns mal nur auf Hunde und Katzen zu beschränken, Nassfutter, Trockenfutter und Fleischfütterung. Leider kommt immer mehr der Trend, Fleischfresser wozu Katzen und Hunde zählen, vegetarisch oder sogar vegan zu ernähren.

Sandra Koch-Michels: Warum glaubst Du, meinen die Menschen, ihre Tiere bräuchten eine vegetarische, bzw.vegane Ernährung?

Niccy: Es gibt immer mehr Menschen, die ihre Tiere vegan ernähren möchten, um der Massentierhaltung zu entkommen. Oder weil sie selbst Vegetarier oder Veganer sind. Der Mensch kann sehr gut ohne Fleisch leben ( muss aber dann auf Mineralien und Proteine achten), aber für Fleischfresser (Carnivor zu dem auch Hunde zählen) ist das mehr als schädlich.

Sandra Koch-Michels: Ist die vegane Ernährungsform für reine Fleischfresser überhaupt sinnvoll und welche Folgen kann diese für Tiere haben?

Niccy: Den Hunden fehlt es vorallem an Calcium und tierischem Protein. Die Hunde können Fehlbildungen bekommen, vor allem im Wachstum. Calcium wird für das Knochenwachstum und auch die Knochenstabilität benötigt. Proteine für das Zellwachstum.

Sandra Koch-Michels: Welche andere Ernährungsformen bietet der Markt an?

Niccy: Es gibt die Möglichkeit seine Tiere durch eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch, Innereien, Knochen, Öl und Gemüsemischungen zu ernähren. Allerdings sollte man dies nur mit einem erfahrenen Ernährungsberater machen um nichts zu vergessen.

Sandra Koch-Michels: Sind diese Formen der Ernährung arbeitsintensiver?

Niccy: Nein nicht arbeitsintensiver in dem Sinn, aber man muss sich sehr genau damit auseinander setzen. Danach ist es nicht aufwendiger. Aber gerade im Wachstum sollte man viel beachten. Auch da gibt es verschiedene Varianten man kann frisches Fleisch, tiefgekühltes oder sogar komplette Tiere mit Haut und Haaren verfüttern.

Sandra Koch-Michels: Wie stehst du zum Industriefutter und welche Folgen sind hierbei zu erwarten?

Niccy: Industriefutter ist nicht gleich Industriefutter. Es gibt auch hier verschiedenste Qualitäten. Worauf ich achten würde, dass es kein Getreide enthält und dass es in Deutschland hergestellt wird. Ich möchte keine Marken empfehlen, denn es gibt nicht DAS Futter. Jeder Hund verträgt das eine oder andere etwas besser. Futter aus dem Ausland wird dort ganz anders hergestellt, man weiß nicht wo das Fleisch herkommt und auch die Deklarationen sind anders. Die Hunde früher sind mit billigstem Futter alt geworden. Ich kann nur sagen, nur weil es teuer ist, muss es nicht auch gut sein. Das gilt für Trocken- genauso wie für Nassfutter. Auf den Rückseiten steht genau aufgelistet was drin ist. Es gibt immer mehr Futterunverträglichkeiten. Vorallem auch auf Putzmittel, Pollen und Umweltreize.

Sandra Koch-Michels: Die Industrie preist mittlerweile sehr gerne Extra-Futter für Welpen/junge Tiere an. Ist das tatsächlich nötig?

Niccy: Ich denke ja, es ist nötig. Denn ein Hund im Wachstum benötigt mehr Calcium, Mineralstoffe usw. als ein ausgewachsener Hund. Auch die Barf-Pläne (Fleischfütterung) werden dem Alter des Tieres angepasst. Allerdings muss auch hier darauf geachtet werden, dass nicht zu viel drin ist. Ein Junghund, bei manchen Rassen bis zum 4. Lebensjahr, sollte auf keinen Fall solange Welpenfutter bekommen. Man kann schon zwischen dem 5. und dem 7. Monat auf adultes Futter umstellen.

Sandra Koch-Michels: Findest Du, dass Trockenfutter eine gute Alternative zum Nassfutter ist? Oder sollte es lieber frisches Fleisch sein?

Niccy: Ich denke, jeder sollte das füttern, mit dem er am besten zurecht kommt, und was der Hund gut verträgt. Man sagt bei Magen-Darm-Beschwerden ist es besser Nassfutter als Schonkost zu füttern statt Trockenfutter, da der Magen das leichter aufspalten kann. Allerdings sollte beachtet werden, das gerade bei älteren Hunden, die in den letzten 10 Jahren nur Trockenfutter kannten, bei dem Versuch diese auf Nassfutter umzustellen erst recht Magen-Darm-Beschwerden verursacht werden.

Sandra Koch-Michels: Manche kochen ja sogar für Ihr Tier, wie sieht es damit aus?

Niccy: Die Idee ist gut denn man weiss was drin ist. Aber gekochtes Fleisch und Gemüse hat kaum noch Vitamine (sterben bei ca. 40 Grad) und auch das Fleisch verliert an Proteinen. Wenn schon, dann nur garen um die Vitamine zu erhalten.
Aber durch das Garen entsteht ein deutlicher Mehraufwand im Vergleich zum Barfen. Und wie beim Barfen auch, braucht man ein gewisses Knowhow damit der Hund keinen Mangel erleidet.

Sandra Koch-Michels: Was kannst Du zu Reaktionen der Hautdrüsen bei bestimmten Stoffen sagen? Empfiehlst Du dann bestimmte Futterarten?

Niccy: Es gibt natürlich auf dem Markt extra Futter für verschiedene Erkrankungen. Nierenkranke Hunde sollten anders ernährt werden als gesunde Hunde (um die Niere zu entlasten). Aber auch hier gilt, es gibt nicht DAS Futter. Wenn man weiß worauf man achten muss, was ein Tierheilpraktiker oder ein Ernährungsberater ausführlich kann, kann man sein Tier auch mit einer chronischen Erkrankung unterstützen. Egal ob mit Trockenfutter, Nassfutter oder Barf.

Sandra Koch-Michels: Zum Abschluss möchte ich gerne von dir wissen, wie für dich die optimale Ernährung aussieht und was für dich gutes Tierfutter ausmacht?

Niccy: Mir ist es wichtig, dass ich ein deutsches Produkt habe, ohne Mais oder Getreide. Ich lege viel wert auf einen hohen Fleischanteil, und auf die Deklaration.
Geflügelmehl ist was ganz anderes als Geflügelfleischmehl. Geflügelmehl beinhaltet alles vom Geflügel, z.B. Federn, Knochen, Schnabel, Beine usw. Geflügelfleischmehl darf nur tatsächlich Fleisch vom Geflügel beinhalten. Die Industrie ist nicht blöd. Es werden Wölfe oder Wälder auf die Verpackungen gedruckt um den Anschein zu erwecken, dass dort tatsächlich viel Natur drin steckt. Dem ist aber nicht immer so. Deswegen bitte richtig informieren. In ausgewählten Zoofachgeschäften ist das oft nicht so einfach, denn die Angestellten dort haben keine tiefgründige Ausbildung in dem Gebiet.
Selbst das gutgemeinte kaltgepresste Futter, dass schonend nur kühl hergestellt wird ist ein Irrtum. Denn alles was irgendwie haltbar gemacht werden muss, beinhaltet entweder Konservierungsmittel oder wurde stark erhitzt. Ich denke, dass es für jeden Hund und Halter das passende Futter gibt, und es muss nicht immer nur Fleischfütterung sein.

Sandra Koch-Michels: Vielen Dank für Deine ausführlichen Antworten.

 

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